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jumping-monkey.com
besuchten... |
last update 22.11.2008
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kv mechelen - ksv roeselare |
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1:2 (0:0)
jupiler-league 01.11.2008 um 20.00 uhr achter de kazerne stadion ca. 12000 zuschauer darunter: olli |
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ticket folgt... |
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belgien ist schön. wahrscheinlich. na ja, egal, es ist auf jeden fall erst mal etwas weiter weg. und was ist schöner, als in einer fremden stadt mal einen
"drauf" zu machen? gut, und wenn da sich ein gewisser i.s. aus m. derzeit beruflich in dem kleinen städtchen mol (liegt so ungefähr zwischen eindhoven und antwerpen)
aufhält, bot es sich an mal in mol einen "drauf" zu machen. und so wurden noch zwei bagaluten aus darmstadt eingeladen - und ab ging's nach mol.
aber da es ja hier um fußball im weitesten sinne geht und den besuchen von stadien, sei nur kurz erwähnt, dass nach der ankunft in mol ein rauschendes fest gefeiert wurde an dessen ende die gruppe der vier deutschen in mol bekannt war bunte hunde. tja, der ausdruck "geprügelte hunde" hätte am nächsten morgen - es war so gegen 14 uhr am samstag - eher gepasst. nach einer kurzen stärkung entschied man sich nach antwerpen zu fahren (mit der bahn wohlgemerkt!). nach kurzer durchsicht des kicker matchkalenders standen für mich aus fußballerischer sicht wenig alternativen zum spiel mechelen gegen den tabellenletzten roeselare zu verfügung. das spiel in antwerpen von germinal berrschot gegen den alten bekannten rsc anderlecht war nämlich leider auf den sonntag verschoben worden - und da plante ich ja bereits wieder in heimischen gefilden zu weilen. egal, also sollte es für mich heißen, dass ich mich noch mal in einen zug setzen musste, um von antwerpen ins südlich davon gelegene mechelen zu gondeln. |
die spiele mögen beginnen
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so kam es dann auch. nachdem die "geprügelten hunde" auf antreiben eines herrn m. aus der lilienstadt im fisselregen durch die diamantenstadt antwerpen
gestiefelt waren, auf der vergeblichen suche nach diamanten-flair oder sonstwas an kultur, fand man sich schließlich im kelly's
ein, einem sehr schönen irish pub in der nähe des bahnhofs. dort stärkte man sich mittels fleischbällchens und burger (wie stets: sehr gesund!) und einigen
pints of lager or - yes of course - killkenny.
doch aus dieser athmoshäre des wiedererstarkens kam der zeitpunkt des abschieds: für mich hieß es ja wieder bahnfahren. nun, schnell noch den pint geleert und ab zum bahnhof. doch dort der schreck: der zug, den ich nehme wollte, fuhr nicht, der nächste erst in fünfzehn minuten. das würde knapp. außerdem hielt dieser zug auch nicht an dem bahnhof in der nähe des stadions in mechelen, sondern am hbf. tja. irgendwann war ich dann in mechelen. dort musste ich aber erst mal ein taxi bemühen mich zum ort des geschehens zu bringen, denn die öffentlichen verkehrsmittel wollten mich erst um fünf vor acht ans stadion fahren, was bei einem anpfiff um 20 uhr eine komplizierte sache werden würde. lustigerweise sprach der taxifahrer bestes deutsch - er war bis in die neunziger als soldat in lüdenscheid stationiert. wie auch immer - für sieben euronen wurde ich bis vors "stadion hinter der kaserne" gefahren, wo ich schnell eine karte für den gäste-stehplatzblock erwarb und mich dann genau dort hin trollte. |
...
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dort eingefunden stellte ich fest, dass der gast aus roeselare - siegloser tabellenletzter der jupiler-league bis zu diesem tage - doch einige unterstützung
mitgebracht hatte. respekt. und man stimmte sich schon vor dem spiel mit einem gewissen sing-sang ein. auch der rest des stadions war gut gefüllt, würde
sagen, dass es bis auf den nicht ganz vollen bezoekers-block fast ausverkauft war.
sehr geiles "old school"-teil, dieses achter de kazerne stadion. lässt man mal den neuen namen "veolia-stadion" außer acht. auf übertriebenen luxus wurde verzichtet, alles - sagen wir - etwas "heruntergekommen." die sanitären anlagen im gästeblock bestanden aus dixiklos und einer kultverdächtigen "open air"-pissrinne (siehe foto unten). ansonsten: alle tribünen irgendwie unterschiedlich, sehr "gewachsen". natürlich ein reines fußballstadion, zudem mitten in einem wohngebiet - also, wirklich geil. leider findet man solche stadien immer weniger, da sie ersetzt werden durch die seelenlosen "arenen" landauf landunter. tja, hoffentlich bleiben uns noch ein paar solcher "bruchbuden" (und das meine ich liebevoll!) erhalten. man riecht hier in mechelen förmlich fußball. schön. nun denn, die heim- und gästefans stehen beide auf der gegengerade, allerdings an den verschiedenen seiten. getrennt sind die gruppen durch einen kleinen leeren block, sozusagen als puffer. |
...der gast spielt nach vorne
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noch ein paar sätze zur heimmannschaft. der kv mechelen hat in den letzten jahren einiges durchgemacht. nachdem man 1988 noch europapokalsieger der
pokalsieger wurde (im benelux-duell gegen ajax mit 1:0), sah es zu beginn dieses jahrtausends grottendüster aus für den traditionsverein:
kurzzeitig stand aufgrund schwerwiegender finanzieller probleme sogar die auflösung des vereins zur debatte, am ende wurde es nur der zwangsabstieg in die
dritte liga (2002). doch dort fing man sich, mit jungen spielern stieg man zwei jahre später in die zweite liga auf, und von dort dann kam nach weiteren
zwei jahren wieder in der ersten liga an. in der jupiler-league tritt man mit einem relativ jungen team an und versucht sich wieder zu etablieren. derzeit
geht's aber akut gegen den abstieg - und dort trifft man heute auf einen direkten konkurrenten. die gäste aus roeselare (einem fusionsklub, der vor ein paar
jahren sogar per fairplay-wertung in den uefa-cup gehoben wurde) haben bisher kein spiel gewinnen können. also eigentlich ein spiel mit gewissen vorteilen
für die gastgeber?
weit gefehlt. roeselare (in schwarz-weiß) von anfang an spielbestimmend mit gut druck. mechelen nur bei kontern stark. trotzdem geht's erst mal mit einem 0:0 in die halbzeitpause, die ich mir mit dem verzehr eines hamburgers vertreibe. schön dick zwiebeln drauf, wollen ja gesund leben. allerdings geht'S ja eh kaum gesünder, da es im stadion nur alkoholfreies bier gibt... in der zweiten halbzeit dann ein furioser beginn mit einer fastdicken überraschung: der gelb-rote gastgeber führt. damit hat im gästeblock nach der ersten halbzeit keiner gerrechnet. doch es dauerte nicht wirklich lang - da traf auch der gast. 1:1. schöner freistoß. und wenn man schon dabei ist: ein paar minuten später geht der gast auch noch (verdientermaßen) in führung - und sollte diese führung bis zum ende verteidigen. zwischen den fans beider mannschaften blieb es während des spiels recht ruhig. mal abgesehen von den üblichen zaunklettereien und verspottungen. na ja. von mechelen hörte man irgendwann nicht mehr viel, wohl auch weil der laute gesang der gästefans, die dieses für sie ungewöhnliche ereignis feierten, die gesänge der heimfans für meine ohren übertönte... |
ein spiel, das eher von der spannung lebte
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ich hatte kurz vor schluss genug gesehen. so begab ich mich nochmal ans spielfeld, um zu lesen, dass ich mit einer 1000 euro-strafe und zwei jahren stadionverbot
belegt würde, sollte ich während des spiels auf den rasen rennen. nun gut, hatte ich jetzt nicht unbedingt vor. kurzes tschüss an den ordner, mit dem ich
während des spiels etwas gefachsimpelt hatte (übrigens bringen die gastvereine in belgien ihre eigenen ordner mit, gute sache. nur ein paar heimische
zivilpolizisten mischen sich noch unters volk). und dann raus zum bahnhof.
erstmal wird mir der ausgang verwehrt, als gästefan darf man erst eine halbe stunde nach dem spiel raus. und jetzt läuft das spiel ja noch. doch das rumfuchteln mit meinem ausweis und das stammeln der worte "station" und "my train" erweichen das herz der ordner und der polizei und so lies man mich letztendlich raus. doch wo ist der verdammte bahnhof? na ja, da frage ich doch mal die nette, sehr gutaussehende polizistin, die vor dem stadion steht. "can you tell me the way to the mechelen-nekkerspoel railway station?" jo, da erzählt sie mir was, da rechts rum, dann 2 kilometer geradeaus usw. doch dann sagt sie, es sei zu weit und sie fährt mich. und schon sitze ich in einem belgischen polizeiauto. sehr geil. da denkt man plötzlich ganz anders über 1312, besonders wenn die cops so gut aussehend und so hilfsbereit sind. :-)
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monentaufnahme: 1:1
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...und am bahnhof nekkerspoel kam dann auch sofort der zug nach antwerpen, wo ich im kelly's die drei anderen bagaluten wieder traf. diese hatten
meine abwesenheit sinnvoll genutzt und einige biere und
whiskeys verzehrt und waren so in entsprechender laune. zudem trat dort ein gewisser singer-songwriter namens nige bray
auf, der so mitsingenswerte lieder wie den "bitch-song" von sich gab. sehr geil. so genehmigte ich
mir noch ein paar (nicht-alkoholfreie) killkenny-pints, aber um elf musste man das kelly's und nige ihrem schicksal überlassen und den letzten zug von
antwerpen nach mol besteigen. natürlich nicht ohne einige dosenbier zu erwerben, um diese auf der knapp einstündigen rückfahrt zu verzehren.
gut angeheitert lief man dann kurz nach mitternacht wieder in mol ein. doch die nun folgenden vier bis fünf stunden sollte man besser in den mantel des schweigens hüllen. nur soviel: die "bunten" oder "geprügelten" hunde taten ein gutes daran am folgetag gegen mittag möglichst viele kilometer zwischen sich und dem städtchen zu legen. und man überlies den herrn s. den scherbenhaufen... gegen abend wurden wieder die heimischen gefilde erreicht. und das mit dem bewusstsein, dass man ein äußerst schönes stadion (nach eigenen maßstäben, nicht "arena- und vip-kompatibel") gesehen hatte. und dass das mit dem "drauf-machen" nicht immer zu einem entspannten sonntag abend beiträgt...
"...and you could have it all,
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verhältnismäßige besucher-toiletten... he he, genial!
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blick ausm gästeblock heraus
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der wirklich schöne bahnhof in antwerpen
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der wirklich schöne irish pub kelly's in antwerpen ;-)
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| autor: olli |