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besuchten...

last update 23.03.2008
bath city fc - newport county fc
1:1 (0:1)

conference south (6.)

07.09.2007 um 19.00 uhr

twerton park
1619 zuschauer
darunter: olli, max

ticket folgt...


fahrer, schipol, turbo-kia... ach ja, und biaa!

der prolog.
die nachfolgenden zeilen sind eher ein kleiner reise- und erlebnisbericht als ein stadionreport oder was auch immer. ein paar anmerkungen und fotos zum oben erwähnten stadion finden sich unten auf dieser seite.

aber nun zum eigentlichen: der reise. mal wieder war der weg das ziel. max und meine wenigkeit hatten entschieden das auswärtsspiel der deutschen nationalmannschaft in wales im rahmen der em-qualifikation zu besuchen. soweit so gut bzw. so einfach. na ja, man beschloss nämlich zudem noch weitere fußballspielchen auf britischem boden zu betrachten und deshalb fiel die wahl des stützpunktes in großbritannien auf die schöne hafenstadt bristol. um diese stadt zu erreichen bot es sich an von amsterdam mit easyjet zu fliegen, was man dann auch tat.

jedenfalls musste der max fahren, weil mich ja ein dubioser bänderriss außer gefecht gesetzt hatte. nachdem ich das sauerland mittels der deutschen bundesbahn erreicht hatte, düsten max und ich auch schon mit dem turbo-kia richtung holland los. die längere fahrtzeit überbrückte ich mit dem konsum von heimischen brauerei-erzeugnissen, was für den fortgang der erzählten geschichte nicht ganz unerheblich war...


unser transportmittel

nun, man erreichte ziemlich rechtzeitig den flughafen, parkte das schwarze vehikel und begab sich mittels shuttle-bus zum nahegelegenen flughafen-gate. wir waren die einzigen fahrgäste in diesem bus und verließen wohlgelaunt eben diesen und betraten das gate um einfach mal einzuchecken. einfach mal... tja, nur die tickets rausholen und dann... ach du scheiße. ja, der bauchgürtel mit sozusagen allem (also flugtickets, perso, geldbörse mit ca. 200 europäischen währungseinheiten, digitalkamera, handy, tickets fürs länderspiel...) lag in diesem verf***ten bus... fuck! sollte die reise jetzt schon zuende sein?

plötzlich konnte ich trotz bänderriss laufen wie jesse owens zu seinen besten zeiten. flugs wurde ein taxi genommen und ab ging's für mich zurück zum parkplatz. die hoffnung mit im gepäck. an die farbe des busses konnte ich mich nicht erinnern, nur dass es sich um einen recht alten busfahrer handelte. gut, am parkplatz angekommen wurden erstmal die servicekräfte gefragt, doch da kam auch schon "mein" bus inkl. "meinem" busfahrer. welch ein glück! doch die freude währte nur kurz, denn der bus war gerammelt voll mit leuten. scheiße! und so ein prallgefülltes täschchen wie das meinige war sich ein begehrtes gut.

ohne allzu große hoffnung stieg ich also ein... und... da hielt mir der busfahrer auch schon die tasche entgegen. uffff. was für ne zentnerlast ist da von mir abgefallen. ein freundlicher engländer hatte die tasche an sich genommen und sie dem busfahrer gegeben. thanks, lad! meine fresse, so ein schock muss zum reisebeginn nicht wirklich sein. egal, das glück schien ja auf meiner seite zu sein... hehe. also, zurück ging's standesgemäß wieder mit dem taxi zum gate, wo der max wartete und sich ähnlich über das zurückerhaltene gepäckstück freute wie der verfasser dieser zeilen...


die luxusherberge der reisenden

die restliche reise verlief relativ unspektakulär. man trank bier, flog, benutzte ein taxi um an das per internet durch zufall ausgewählte hotel aufzusuchen. dort nun angekommen stellte sich heraus, dass diese wahl garnichtmal schlecht war. mit 60 pfund pro nacht und zimmer war es ziemlich günstig. zudem sau komfortabel, das frühstück war okay. so entschied man für die restliche zeit dieses schöne "arnos manor house" als stützpunkt zu benutzen.

nach der anstrengenden reise gingen die monkeys dann in die heia, um am nächsten tag ausgeruht die bier-gastronomie der stadt bristol zu erkunden. diese aufgabe würde wohl alle kräfte in anspruch nehmen. man irrte nicht, wie die realität später zeigte...


cider, lager. hmmm...


white lion, bristol


king william ale house

am nächsten morgen machte man sich zuerst einmal auf die stadt zu erkunden. wirklich nett. doch der anfängliche bewegungsdrang hatte sich dann irgendwann gelegt und die beiden reisenden beschlossen sich erstmal ein bier zu gönnen. man platzierte sich vorm dem "white lion" und genehmigte sich also je nach vorliebe cider oder lager. und so verging die zeit. man benutze mobiltelefone um den daheimgebliebenen alex (tja, daheim ists auch schön, nicht?) aufs übelste zu beleidigen, man entdeckte die vorliebe für hintern von englischen mädels (mann, die vorurteile sind wirklich falsch... es gibt sooo viele wirklich hübsche exemplare davon..., hätt' ich vorher nicht gedacht!). zudem traf man eine folgenschwere entscheidung: der monkey-interne umrechnungssatz von pfund zu euro wurde der einfachheit halber auf 1:1 festgesetzt...

nachdem man also einige stunden vor dem white lion über alles mögliche sinniert hatte, entschloss man sich doch nocheinmal zu bewegen. beim herumschlendern durch bristol entdeckte man also das "king william ale house". ein ziemlich typischer englischer pub. unten mit bar und oben eher der "sport" bereich mit billardtischen, dartscheibe etc. na ja, viel war nachmittags um vier nicht los, aber wir hatten ja ein paar stunden zeit die evoluation zu beobachten.

man konsumierte also weiterhin lager und cider, zudem wurde auch ordentlich gegessen. und nun ging's auch mal sportlich (nicht am glas) zu. man versuchte sich am dart, allerdings lies die treffsicherheit wohl bedingt durch den reichlichen und andauernden konsum alkoholischer getränke stark zu wünschen übrig, woraufhin man beschloss sich doch lieber wieder anderen aktivitäten zu widmen.


noch traf man die scheibe.


man verzehrte weiterhin biaa...


...und lachssteaks mit french fries.

später am abend traf man doch ein paar deutsche leute von airbus, die uns dann noch in eine disko am hafen mitschleppten. tja, und irgendwo dort verliert sich die erinnerung beider helden dieser geschichte. leider gibt es nämlich auch in bristol jägermeister und so war man letztendlich froh irgendwann am freitag morgen mittels taxi am arnos manor house angelangt zu sein.

zumindest der verfasser dieser zeilen schwor auf ewig (ja, ja, ich weiß!?) dem alkohol ab und verschlief erstmal das frühstück. max hingegen stärkte sich, um das heft in die hand zu nehmen und die beiden reisenden dann am frühen abend richtung länderpunkt england sprich bath zu führen...


bald war man auch an der theke bekannt...


...und der blick auf die dinge trübte sich.


gute frage!

die römische bäderstadt bath erreichte man dann auch wirklich und zwar mithilfe eines buses. in bath blieb aber nicht lange zeit sich um irgendwelche sehenswürdigkeiten zu kümmern, denn der letzte tag hatte seinen tribut gefordert und man konnte demnach nicht lange zeit stehen. also suchte man einen pub dieser stadt auf. die wahl fiel auf den netten laden namens "hobgoblin".

max, der fittere von uns beiden, orderte dann auch schnell, und man blieb also hier. der laden war schon wirklich kultig und die leute sehr nett. man fand bewundernde worte für uns, als wir von unseren großen plänen bezüglich cardiff erzählten, und gab uns mit auf den weg, dass wir doch die "f***ing welsh" zur hölle schicken sollten. weshalb auch nicht.

irgendwann ward es zeit, das stadion des bath city fc aufzusuchen. auch hier nahm man den bus. komischerweise wusste der gute busfahrer erst garnicht was wir von ihm wollten, als wir zum twerton park gebracht werden wollten. na ja, egal, irgendwie haben wir's dann doch geschafft und dem langersehnten länderpunkt england stand nichts mehr im wege...


hobgoblin, bath


aufs wesentliche konzentrieren!


...

der länderpunkt.
nun, bemerkenswert natürlich die viertstellige zuschauerzahl bei einem sechstliga-spiel. so was gibt's höchstens mal bei lok leipzig. na ja. aus dem nicht allzu fernen wales waren einige orange gekleidete anhänger der gäste aus newport angereist. dieser klub hatte auch schonmal bessere zeiten gesehen. so gab es anfang der achziger jahre mal ein denkwürdiges viertelfinalspiel im europapokal der pokalsieger gegen den fc carl zeiss jena. in jena hatten die waliser in jena ein 2:2 erkämpft, doch verlor man das heimspiel dann überraschend mit 0:1. jena erreichte damals übrigens auch das finale und unterlag dort dinamo tiflis.

nun gut, heute ging's eher um sechstliga-fußball statt um europacup. und so war das spiel dann auch. ziemlich ruppig, körperbetont, aber letztendlich fair. alle vorurteile zum englischen fußball also bestätigt. man konnte beruhigt sein...

die zuschauer waren auch friedlich. während sich die gastgeber eher zurückhielten (immer mal wieder vereinzelte rufe und beleidigungen in richtung der orangenen gästefans), machten die waliser schon gut stimmung. wahrscheinlich auch, weil sie alle zusammenstanden, während die bath-fans verstreut über das ganze stadion platziert waren und es keine "singing area" (unwort) gab.

am ende hieß es gerechterweise 1:1 in diesem mittelfeldduell der southern conference, der ersten englischen "regionalliga" (alle anderen ligen darüber sind national).


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der ground liegt wohl in einem vorort der stadt bath. und wenn man ein bild von einem englischen ground hat, dann muss es wohl so aus sehen wie der twerton park. auf der gegengerade eine dreistufige, überdachte stehplatztribüne, hinter den toren eher nix, bzw. der gästeblock. dazu eine überdachte haupttribüne. alles eher schief als gerade. schön.

das stadion teilen sich übrigens beide vereine aus bath, der andere klub heißt team bath... na ja, aber der hauptsport in bath ist halt rugby, so dass sich das interesse für fußball hier insgesamt doch in grenzen hält.

richtige eintrittskarten gab es auch nicht, nur so abreisszettel, den man uns auch nur aushändigte als man berichtete, dass wir extra aus deutschland angereist sei und unbedingt einen zutrittsbeleg wolle. ;-)

nach dem spiel begaben sich die protagonisten dieses berichts wieder mittels bus richtung bristol und verzichteten dort aufgrund der vorgeschichte auf ein abendprogramm. schließlich rief cardiff am morgigen tag und eine gewisse fitheit sollte gewahrt werden. nun ja, max hatte im stadion etwas undefinierbares verzehrt (sowas wie ne frikadelle), was ihm nun magenschmerzen bereitete... es sollte ihn doch für die folgenden tage außer gefechts setzen.

...fortsetzung folgt...


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autor: olli