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last update 20.12.06
spvgg unterhaching - tsv 1860 münchen
5:1 (1:0)

2. bundesliga

03.12.2006 um 14.10 uhr

generali-sportpark
14000 zuschauer
darunter: olli, max

ticket folgt...

nun gut, abschlussakkord dieser tour, abschlussakkord der auswärtsfahrten dieses jahr und ein letzter abgesang auf die helden der autobahn.

mein gott, was für ein übeles massaker, was der olli und ich uns am abend vorher bereiteten. wiederum schweigen wir still, doch ich muss sagen, dass das bei weitem das schlimmste war, was uns auf irgendeiner fahrt bisher geschehen ist - jedenfalls, wenn einer von uns fahrer war. wir schafften es also wieder zurück nach deutschland und sogar dank der tatkräftigen unterstützung der gabi direkt vor den generali-sportpark in unterhaching. viel zu früh, da das hostel in salzburg verlassen werden musste und ich keine lust hatte im auto zu schlafen, gesellten wir uns unter die bajuvarischen fußballfans und genehmigten uns erst einmal getränke und nahrung.


"der derbysieger grüßt die tochtergesellschaft des fc bayern"

unterhaching ist ja nicht gerade als zuschauermagnet bekannt und so erwarteten wir maximal 10.000 bayerisch sprechende volpertinger, die diesem derby beiwohnen würden. als wir das stadion betraten sah es sogar noch nach durchaus weniger aus.

der leere generali-sportpark (früher hieß das ding doch mal sportpark unterhaching, oder?) ist doch ein ganz nettes fussistadion. die eigenwillige konstruktion des daches und die nähe zum spielfeld bringen doch ein wenig fußball-stimmung in die hütte. dass allerdings der fanblock der heimmannschaft knapper bemessen ist als der der auswärtsmannschaft, spricht über den umfang der hachinger fankultur wohl bände. doch quantität hat nichts mit qualität zu tun. die haching-fans überzeugten zwar nicht durch lautstärke, aber kreativ, ausgedrückt durch die doppelhalter und fahnen, sind die jungs alle male...


auch sechzig hat feuer. die fans wenigstens.

also, das stadion füllte sich zusehends. wir hatten ja genug zeit das ganze zu betrachten; satte 1,5 stunden vor spielbeginn, der kurzerhand (wegen des hohen zuschauerandrangs) um gute 10 minuten nach hinten verschoben wurde, nahmen wir unsere plätze auf der geraden ein und um uns herum wurde es sehr voll. die begeisterung darüber hielt sich allerdings in engen grenzen, denn der gemüts- wie auch der körperzustand ließen nicht wirklich viel zu bei uns.

nun gut, das spielchen war recht interessant. die 60er waren für mich hier ziemlicher favorit. sie schnupperten am 3. tabellenrang und die hachinger kämpften um einen nichtabstiegsplatz. verteilte rollen - sollte man denken.

doch man kann sich auch mal irren...


...

die erste hälfte offenbarte schlimmste motivationsstörungen der 60er. oft standen sie einfach nur neben ihren gegenspielern und betrachteten die hachinger fußballakrobaten, die aus dieser feldüberlegenheit nicht wirklich kapital schlagen konnten. nach 11 minuten stand es allerdings auch schon 1:0 durch buck. die löwen hielten sich also weiterhin bedeckt, sie warteten wohl auf die gardinenpredigt des herrn schachner in der pause.

falls es die gegeben haben sollte (á la: kämpft, spielt endlich fußball, lauft, bewegt euch wenigstens), traf sie nicht den nerv des geschehens...


...

nach dem seitenwechsel wirkte 1860 orientierungslos, schwerfällig, schlechter als die siegener in der letzten saison. 53. lechleitner, 65. buck, 79. omodiagbe sorgten für eine erniedrigung der löwen. es kam sogar soetwas wie stimmung auf im sportpark.

kurz vor schluss gelang den 60ern der alibi-treffer durch thorandt. der alte siegener spezi bruno custos sorgte allerdings im gegenzug für den endstand von 5:1. selbst der olli und ich jubelten über das siegener tor an diesem tag. miro spizak, von dem ich letzte saison in siegen anfangs begeistert war, später nur noch enttäuscht (mh, wie wohl von der ganzen mannschaft, außer dem til natürlich), kam nicht mal zu einem kurzeinsatz. naja, ein stürmer tat auch nicht not bei 4 toren führung...


...

das war es dann in münchen, dachte ich zumindest. unsere gabi schickte uns über verstopfte durchfahrtsstraßen, die von baustellen verziert wurden, durch die bayerische landeshauptstadt gen autobahn. ermattet und für das jahr von fußball bedient strandeten wir gegen spätabends in mainz, wo ich den olli seines weges gehen ließ.

ich dagegen käpfte mich die nacht hindurch durch waagerechten regen, hügelige autobahnen und rowdyhaften verkehr gen norden und erreichte die heimat jenseits von mitternacht.

man, was war ich fertig nach dieser fahrt.

so sei es denn, dass das jahr 2006 sich zu ende neigte. doch, ein spiel blieb noch, jenes gegen die darmstädter lilien vor heimischen publikum...

autor: max