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last update 01.11.06
sc concordia - niendorfer tsv
0:0

verbandsliga hamburg

15.09.2006 um 19.30 uhr

stadion marienthal
320 zuschauer
darunter: olli

ticket folgt...

Vielleicht sollte ich mir in hamburg keinen fußball mehr anschauen. Denn innerhalb von zwei wochen nun die zweite nullnummer. Mist. Und das nach einer 14-monatigen serie. Tsts.

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Gut, aber nun von beginn an. An einem lauen freitag-abend begab ich mich nach hamburg-marienthal, um dort dem alten traditionsverein sc concordia – kurz cordi – einen besuch abzustatten. Nachdem ich per öffentlichen verkehrsmitteln den ort des geschehens aufgesucht hatte (nicht ohne einen kleinen fußmarsch-umweg natürlich...), betrat ich das alterwürdige stadion marienthal, das platz für ca. 8000 menschen bietet, wobei diese kapazität natürlich in der hamburg-liga nicht benötigt wird. Maximal noch zu spielen im hamburgpokal gegen namenhafte mannschaften wie den fc st. pauli. Gebaut wurde das prachtstück bereits 1924, es wird gemunkelt, dass dort das älteste flutlicht deutschlands steht. Und irgendwie wirkt diese „kampfbahn“ wirklich sehr urig und kultig...


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Die zuschauer sind erfreulich entspannt, alles wirkt sehr familiär. Der geruch von leckeren würstchen und frikadellen benebelte kurzzeitig mein diät-geplagtes hirn. Aber das verging dann auch, man muss sich nur weit genug wegstellen. ;-) das stadion besitzt auch eine anzeigentafel, die zu meinem leidwesen heute keine verwendung fand. Zudem gibt es eine überdachte tribüne mit ca. fünf sitzreihen. Hübsch. Die gegengerade, von der aus ich mir das gekicke angeschaut habe, seine besten zeiten auch schon hinter sich. Die stufen sind teilweise stark verformt, aber zeugen von 80 jahren mehr oder weniger großen fußball.


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Zudem gibt es auch einen „cordi-fanclub“, der während des spiels ein paar mal durch rufe und trommelschläge auf sich aufmerksam machte. Interessante besonderheit: der fanclub besitzt festinstallierte stütztische, an die man sich beim stehen anlehnen kann. Zudem hat der fanclub auch einige banden im stadion angebracht – keine zaunfahnen sondern echte werbebanden. Kult. Na ja, viele banden sind auch einfach leer, was wohl dafür spricht, dass man den treuen fans auch ein bisschen platz gewähren konnte.


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Nun zu dem spiel. Und das ist schnell erzählt. Es war grausam. Concordia, der aufstiegskanditat, der zu seinem 100jährigen vereinsjubiläum im kommenden jahr in der oberliga spielen will, auf der einen seite. Auf der anderen seite der niendorfer tsc, der mit lediglich vier punkten den letzten tabellenplatz belegt und vor diesem spiel auch auswärts noch nicht gepunktet hatte. Nun, diese beiden mannschaften mit unterschiedlichster zielsetzung lieferten ein grausames spiel ab, das aus fehlpässen, stümperhaften abschlüssen, amateurhaft durchgeführten standardsituationen usw. bestand. Gut, der wille und einsatz bei niendorf war da, man konnte nicht erkennen, dass diese beiden sich potenzialtechnisch großartig unterscheiden. Nun, ein-zwei gute gelegenheiten gab es auch. Am ende hatte das spiel aber auch keinen sieger verdient. Lediglich die zuschauer hätten ein paar törchen verdient. Nun gut, hamburger fußball halt. ;-)


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Anschließend begab ich mich zurück zur brandstwiete – mit dem bewusstsein ein lohnendes stadion mit einem sympathischen verein gesehen zu haben. Es fehlten halt nur die tore. Oder guter fußball schlechhin.

autor: olli