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besuchten...

last update 31.12.05
roda jc kerkrade - fc groningen
1:3 (1:0)

erendivisie

30.12.05 um 18.00 uhr

parkstad limburg stadion
9500 zuschauer
darunter: olli, max

ticket folgt

nach dem aufenthalt in rotterdam begab man sich auf den heimweg. und auf diesem heimweg liegt halt nun mal kerkrade und da der heimische fußballverein roda jc auch noch ein heimspiel hatte, war der plan für den zweiten holländischen ground perfekt.

man hatte sich bewusst gegen das heimspiel von sparta rotterdam entschieden, um nicht um acht uhr noch 350 kilometer autofahrt vor sich zu haben. eine sehr gute entscheidung wie sich wenig später herausstellen sollte (zu mal das spiel in rotterdam aufgrund metereologischer besonderheiten abgesagt wurde).

auf dem weg nach kerkrade fuhr man (auch aufgrund der fülle an zeit, die zu verfügung stand) nochmal kurz in sittard von der autobahn, um sich das stadion des dortigen zweitligisten fortuna anzuschauen. zumindest mal von außen. tja, und wirklich toll wars nicht: ein betonklotz, mitten auf der "grünen wiese", mit parkgarage unterm stadion. wer es mag. naja, aber solche stadien ohne geschichte sind halt schlicht langweilig. nun, vielleicht bietet sich ja trotzdem mal der besuch eines spiels an, denn sittard ist ja aus dem sauerland recht gut zu erreichen (ca. 200 kilometer). zudem spielen dort die ehemaligen siegener "granaten" lionel lord und tomas daumantas. naja, ersterer hat ja immerhin ein sehr wichtiges tor im juni in darmstadt geschossen und trifft scheinbar auch beim tabellenletzten der zweiten holländischen liga regelmäßig.

nun gut, ziel der reise war ja kerkrade. drei stunden vor anpfiff erreichte man dann bei bestem wetter das "parkstad limburg"-einkaufszentrum. nachdem man bei der parkplatzsuche einmal um das stadion gefahren war (es erinnerte doch etwas an sittard), platzierte man das auto strategisch klug am ausgang des parkplatzes und begab sich zum stadion, um die karten zu kaufen.

vorher hatte es zweifel darüber gegeben, ob wir karten kaufen könnten ohne die "clubkarte", aber die sorgen waren unbegründet. wir mussten keine clubkarte erwerben (hätte auch nur sechs euro gekostet) und erhielten für 20 euro relativ gute karten. naja, schade das mit der clubkarte: ohne das gute teil kann man keine karten übers internet kaufen... nun gut, das kreuz ist ja gemacht... ;-)

nach dem erfolgreichen kartenerwerb begab sich zum fast-food-restaurant. wie immer. dort verspeiste man dann die üblichen ungesunden sachen in noch ungesünderen mengen. und so bekam man ein wohliges gefühl. genau richtig für ein mittelfeldspiel der ehrendivision bei minusgraden.

wenns nur das gewesen wäre...

noch bei bestem wetter - etwas frisch zwar, aber trocken - betraten wir eine stunde vor spielbeginn das stadion. und niemand war da. eine recht sonderbare erfahrung in einem leeren stadion nur sechzig minuten vor spielbeginn zu sitzen. nun, so hatte man zeit zu frieren und sich das stadion genauer zu betrachten. zu unserer verärgerung musste man sich für zehn euro eine verzehrkarte kaufen (falls man was essen/trinken wollte). schalke- und allianz-arena lässt grüßen!

das stadion ist recht neu und hat erst vor ein paar jahren das baufällige stadion von roda kerkrade abgelöst. es hat - wie wohl die meisten holländischen "arenen" - keine stehplätze und (was positiv ist) natürlich auch keine laufbahn. die kapizität beträgt irgendetwas um 19 tausend, aber lediglich gegen die "großen" wie ajax, eindhoven oder feyenoord ist es hier ausverkauft...

auch heute kamen bei dem miesen wetter (nach und nach) weniger als zehntausend zuschauer.

das spiel war halt ein klassisches mittelfeld-derby der holländischen ersten liga. kerkrade rangierte mit dem guten alten huub "die null muss stehen" stevens zwei punkte hinter dem gast aus nord-holland.

erfreulicherweise (für unsere "keine-0:0-serie") fiel recht früh das führungstor für die gastgeber durch den publikumsliebling andres oper. naja, und dann kam auch etwas stimmung auf. die stimmung war erstaunlicherweise besser (und lauter) als gestern in rotterdam. naja, vielleicht lag es auch an den karnevalsliedern, die vor spielbeginn gespielt wurden (z.b. "viva colonia" etc.). man weiß es nicht.

und auch die ca. dreißig mitgereisten gästefans feuerten ihre mannschaft einigermaßen an. obwohl bei ihnen auch einige erlebnisorientierte herrschaften mitreisten, die sich sehr stark am bierausschank bedienten...

zurück zum spiel:
das verflachte zusehends. allerdings lag es wohl hauptsächlich am immer schlechter werdenden wetter. ab der ersten minute hatte es angefangen zu schneien. dadurch wurde der rasen optisch weiß und für die herrschaften auf dem rasen wohl schwer bespielbar.

die fußballreisenden monkeys frohren so vor sich hin und sorgten sich um ihre heimreise ins sauerland. auch der erwärmende tee (olli) und das holländische bier (max) konnten die stimmung nicht wirklich heben. es ist wirklich selten, aber hier war es so: man verfluchte die halbzeitpause (15 minuten länger in der kälte) und wünschte sich das ende des spiels herbei.

so traf man auch die entscheidung das stadion schon in der 80ten minute zu verlassen, um vor den mit sommerreifen herumfahrende holländern die autobahn zu erreichen...

zum spiel: groningen drückte, drückte und drückte und wurde schließlich belohnt. der ausgleichstreffer in der 72ten minute war vollkommen gerecht. tja, und dann kam die 80te minute und man verließ das stadion. obwohl in der luft lag, dass noch was passiert, aber die vernunft siegte halte.

anmerkung der redaktion:
groningen schoss noch zwei tore und siegte am ende mit 3:1. aufgrund der zweiten hälfte vollkommen verdient. aber irgendwie war es in der zweiten hälfte auch eher ein glücksspiel auf dem rasen...

die monkeys hatten noch eine echte horror-rückfahrt in heimische gefilde vor sich. nachdem man vom parkplatz gerutscht war, stellte man entsetzt fest, dass es im rheinland scheinbar keinen winterdienst gibt. das ist nicht besonders lustig, wenn man drei-spurige autobahnen befährt und zirka 15 zentimeter schnee(matsch) liegen. und andere verkehrsteilnehmer (ohne heckantrieb!) aus lauter angst am berg stehen bleiben wollen (ja, es war eine frau, und ja, es war ein opel!). tsts.

man verfluchte den drang auch im winter fremde länder zu bereisen und dort fußballstadion zu betreten. tja, nachdem man nach 180 kilometern und vier stunden wieder ins beschauliche attendorn gerutscht war, waren diese flüche wieder vergessen. trotzdem sind spiele und reisen im sommer wohl meist entspannender...

autor: olli