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besuchten... |
last update 02.10.04
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rw lüdenscheid - westfalia herne |
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2:5 (1:1)
verbandsliga westfalen 2 26.09.2004 um 15.00 uhr nattenbergstadion ca. 300 zuschauer darunter: olli & max |
ticket folgt... |
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lange wars geplant, jetzt war der richtige zeitpunkt: der besuch des nattenbergstadions in lüdenscheid. durch ein kleines chaos
in der terminplanung und durch gesperrte brücken an talsperren kamen max und ich leider erst zehn minuten nach spielbeginn
am nattenberg-stadion an. da half es auch nicht viele verkehrsregeln zu brechen und den verbrauch des seicento von durchschnittlich
ca. 4 liter auf über 10 liter zu pushen.
nun, das nattenberg-stadion hat seine besten tagen auch hinter sich. ende der siebziger und anfang der achziger spielte der heimische verein noch in der zweiten liga. u.a. traf man dort - neben dem heutigen gegner - auch auf so namenhafte vereine wie werder bremen. aber auch hertha bsc, hannover 96 und arminia bielefeld waren damals in der zweiten bundesliga nord hier zu gast. lang, lang ists her. ein bißchen glanz vom großem fußball kehrte auf den nattenberg zurück, als 2001 hier das halbfinale des ligapokals stattfand. und zwar traf da der fc schalke 04 auf den verein, den rudi assauer immer als lüdenscheider vorstadt-club bezeichnet, borussia dortmund. die blau-weißen gewannen damals, natürlich. und das stadion war nochmal richtig voll. |
foto folgt |
nun, das ist alles vergangenheit. realität ist verbandsliga westfalen, gruppe 2. lüdenscheid ist denkbar schlecht gestartet
und hat bisher gerade mal einen sieg aus vier spielen zustande gebracht. man konnte also nicht wirklich von einem gelungenen start
sprechen. aber die gäste aus herne waren auch nicht überzeugend gestartet, so dass wir keinen besonders guten fußball erwarteten.
gut so.
die sportfreunde siegen hatten übrigens mal in der dritten runde des westfalenpokals gegen westfalia herne gespielt und zwar auch hier im nattenberg-stadion. damals, am 21. november 2001, gewann siegen durch ein tor von tobias zott in der 90ten minute mit 1:0 gegen den damaligen oberligisten aus herne. zudem kam es zu ausschreitungen, provoziert durch herner "fans" und begünstigt dadurch, dass bis zur halbzeit keine polizei vor ort war. nun ja, im später erreichten finale verloren die sportfreunde dann 1:3 gegen paderborn, erreichten aber trotzdem den dfb-pokal. gewaltbereite herner und lüdenscheider schienen auch heute vor ort zu sein... |
| nun zurück zum stadion. wir wurden direkt am eingang als "hopper" identifiziert. nun, mal eben 5 euronen für die karte abgedrückt, die übrigens noch aus der saison 2001/2002 stammt. nun ja, schade, dass es nichts aktuelles gab. aber wir wurden freundlich darauf hingewiesen, dass wir uns auch auf die tribüne setzen konnten. nach weiteren 150 meter erblickten wir das oval. also, der lack ist leider wirklich schon ab von diesem stadion, dass sicher mal ein wahres schmuckkästchen war. und für die verbandsliga ist es auch viel zu groß, wenn man an einige "arenen" in der regionalliga süd denkt. aber die "anzeigetafel" und die grasbewachsenen stehplatzstufen sprechen bände. die tribüne ist über treppen zu erreichen und recht komfortabel. immerhin wurde hier ja mal profi-fußball gespielt. ach ja, der vater unseres shooting-stars aus siegen (patrick helmes), uwe helmes, verdiente hier mal sein geld. |
foto folgt |
so sahen wir uns das spiel von der überdachten tribüne an. das stadion selbst ist heute wohl eher ein leichtathletik-stadion, was an der
modernen tartanbahn zu erkennen ist. für die verpflegung war auch gesorgt, bier (max) und fleisch wurde zu fairen preisen
angeboten.
das 1:0 der herner hatten wir verpasst. diese waren auch mit anhang angereist, die kräftig supporteten und auch eigene banner etc. mitgebracht hatten. ganz im gegensatz zur gastgeberseite, die hauptsächlich aus rentner und - sagen wir mal - jungen männern mit kurzen haaren und bomberjacken bestand. daher gewannen die herner das spiel auf der tribüne recht deutlich... so deutlich, wie das spiel auf dem rasen später auch. das spiel war grausig. die beiden mannschaften waren wirklich nicht besonders gut, nur lüdenscheid war noch erheblich schwächer als herne. die herner hatten noch zwei riesenchancen vor der halbzeitpause alles klar zu machen, doch irgendwie waren die stürmer zu unfähig. nun, dann kam es wie üblich: rw lüdenscheid (übrigens in blau) war einmal im herner strafraum und traf dann auch zum absolut unverdienten ausgleich zur halbzeit... |
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in der halbzeitpause betrachteten wir uns mal das stadiongelände genauer. hinter der tribüne gibt es noch einen naturrasenplatz,
der besser ist, als so mancher landesligaplatz. landesliga, meiner meinung nach die liga, in der lüdenscheid in der nächsten
saison spielen muss. aber warten wirs ab.
nachdem wir uns wieder gestärkt hatten, konnten wir die zweite halbzeit verfolgen. doch diese wurde fußballerisch nicht besser, sondern nur torreicher. nachdem wieder torchancen en masse ausgelassen wurden, ein wahres feuerwerk an fehlpässen abgefeuert wurde, der linienrichter ein unberechtigtes abseits nach dem anderen abpfiff, gab es noch 5 tore. vier verdientermaßen für die gäste (drei innerhalb von 8 minuten), die bei diesem spiel "not gegen elend" halt einfach besser waren. und eigentlich hätten sie lüdenscheid auch doppelt soviel tore einschenken können... lustig noch, dass der trainer der gastgeber nach einigen wüsten beschimpfungen auf die tribüne durfte. beide trainer sahen in ihren jeans und pullis eher aus wie einfache zuschauer als wie trainer. |
foto folgt |
das spiel war wirklich übel. einhelliger tenor nach dem spiel: grobmotoriker gegen graupenkicker. gut, aber immerhin war das
stadion ordentlich. schade, dass hier kein höherklassiger fußball mehr gespielt wird, denn dann würde es hier auch anders aussehen
(vgl. leimbachstadion). aber da sich lüdenscheid so schwach präsentierte vermute ich, dass hier auf jahre hinaus kein oberligafußball
o.ä. gespielt wird... echt schade.
nach dem spiel gings dann viel entspannter als auf dem hinweg nach hause. ein herner heimspiel werde ich mir wohl auch mal anschauen, denn für deinen verbandsligisten war der auswärtssupport doch enorm, wenn man bedenkt, dass die fans immerhin 75 kilometer nach lüdenscheid fahren mussten. und die paar idioten, die es ja überall gibt, muss man da mal rausrechnen. |
| autor: olli |